Eine .pyc-Datei ist eine kompilierte Bytecode-Datei, die vom Python-Interpreter erstellt wird. Wenn ein Python-Skript (.py-Datei) ausgeführt wird, kompiliert der Interpreter es zunächst in Bytecode, was eine Darstellung des Codes auf einer niedrigeren Ebene und plattformunabhängig ist. Dieser Bytecode wird dann von der Python Virtual Machine (PVM) ausgeführt. Die .pyc-Datei speichert diesen kompilierten Bytecode und ermöglicht es dem Interpreter, den Kompilierungsschritt bei nachfolgenden Ausführungen desselben Skripts zu überspringen, solange die .py-Datei seit der Erstellung der .pyc-Datei nicht geändert wurde. Dies beschleunigt die Ausführungszeit erheblich, insbesondere bei größeren Projekten mit vielen Modulen. Die .pyc-Dateien werden automatisch vom Python-Interpreter generiert, wenn ein Modul importiert wird. Der Name der .pyc-Datei leitet sich vom Namen der entsprechenden .py-Datei ab. Wenn Sie beispielsweise eine Datei namens 'my_module.py' haben, wird der kompilierte Bytecode in 'my_module.pyc' gespeichert. Diese Dateien sind nicht zur direkten Bearbeitung gedacht, da sie maschinenlesbaren Bytecode und keinen für Menschen lesbaren Quellcode enthalten. Sie werden automatisch vom Python-Interpreter verwaltet und befinden sich typischerweise in einem '__pycache__'-Verzeichnis.