Eine AEP-Datei ist das primäre Projektdateiformat, das von Adobe After Effects erstellt wird, einer weit verbreiteten Anwendung für digitale visuelle Effekte, Motion Graphics und Compositing. Diese Datei enthält keine eigentlichen Medien-Assets wie Videoclips, Audiospuren oder Bilder; stattdessen speichert sie die Zeitleiste, Ebenen, Keyframes, Effekte, Kompositionseinstellungen und Verweise auf alle externen Mediendateien, die in einem Projekt verwendet werden. Da sie eher als Container für Anweisungen denn als Rohmediendatei fungiert, sind AEP-Dateien relativ klein, es sei denn, das Projekt wird durch tausende Ebenen und verschachtelte Kompositionen extrem komplex. Motion Designer und Videoeditoren verlassen sich auf AEP-Dateien, um komplexe Animationen, Titeleinblendungen, visuelle Effekte für Filme und Sendegrafiken zu erstellen. Bei der Zusammenarbeit müssen Profis das Projekt häufig zusammen mit all seinem abhängigen Footage über die Funktion „Dateien sammeln“ (Collect Files) speichern und übertragen, da das Versenden der reinen AEP-Datei an einen anderen Computer ohne die Quelldateien zu Warnungen vor fehlenden Medien und beschädigten Projektverknüpfungen führt.